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Gerd Bennewirtz
21.Feb.2012
um 19:33 Uhr

SJB-Staatsbankrott-Griechenland. Die FondsGesellschaft Metzler Asset Management vertritt die Ansicht, dass ein Austritt Griechenlands aus dem Euro und eine Wiedereinführung der Drachme kaum zu einer Verbesserung beim Außenhandel führen sondern Inflation und Rezession zur Folge hätte. Griechenland sei praktisch im Staatsbankrott und darüber hinaus aufgrund einer hohen Anzahl an Staatsbediensteten und fehlender marktwirtschaftlicher Strukturen eher ein sozialistisches Land als eine freie Marktwirtschaft.
Der Wettbewerbsvorteil einer Abwertung wäre schnell aufgezehrt. Des Weiteren könnten die Griechen notwendige Importe kaum in Drachme bezahlen und würden sehr wahrscheinlich auch keine Euro- oder US-Dollar-Kredite erhalten. Für die Metzler-Experten steht daher fest: Für Griechenland gibt es nur in der Europäischen Währungsunion eine Zukunft. Die harten Sparmaßnahmen und Strukturreformen seien für das Land sogar eine Chance, die Wirtschaft umzubauen und zukunftsfähiger zu machen. Bisher scheinen einzelne mächtige Interessengruppen innerhalb Griechenlands jeden Fortschritt verhindert zu haben.
SJB Fazit. Griechenland. Staatsbankrott.
Nach zähem Ringen haben die EU-Finanzminister die nächste Tranche für das Euro-Rettungspaket für Griechenland im Umfang von 130 Milliarden Euro freigegeben. Inzwischen muss es faktisch bei allen Griechen angekommen sein, dass es ein „Weiter so“ nicht geben kann. EU und IWF wollen den Umbau des griechischen Staats und der Wirtschaft finanzieren, nicht die Zeit bis zur nächsten Kreditklemme überbrücken. Das wird eine Zäsur, weil es um einen Schrumpfungsprozess gehen wird.