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Gerd Bennewirtz
22.Feb.2012
um 20:50 Uhr

SJB – Staatsbankrott – Spanien. Die Einigung auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland hat auch Spanien geholfen und dem Land eine gute Nachfrage am Kapitalmarkt beschert. Die neuesten Anleihe-Emissionen brachten Spanien Milliarden zu verbesserten Zinskonditionen ein. Spanien stieß bei der Platzierung von Staatsanleihen im Wert von 2,5 Milliarden Euro auf großes Interesse bei Anlegern und profitierte von spürbar niedrigeren Zinsen. Unicredit-Analyst Kornelius Purps betonte, dass die Märkte bei kurzfristigen Papieren keine Risiken mehr sehen würden.
In der Nacht zum Dienstag hatten sich die Euro-Länder auf ein zweites Rettungspaket für Griechenland über 130 Milliarden Euro geeinigt. Dies sorgte für Entspannung in Spanien, das zum Profiteur der Entwicklung wurde. Der Gang zum Kapitalmarkt wurde für Länder wie Spanien und Italien auch deshalb leichter, weil die Europäische Zentralbank (EZB) die Banken kurz vor Weihnachten mit einem Drei-Jahres-Tender großzügig mit Liquidität versorgt hat. Die Rechnung der EZB, dass die Institute diese Mittel nun in Staatsanleihen der Schuldenländer stecken, scheint zumindest für kurzlaufende Papiere aufzugehen.
SJB Fazit. Spanien. Staatsbankrott.
Bei der Emission von spanischen Drei-Monatspapieren sank die Rendite deutlich auf rund 0,4 Prozent von zuletzt etwa 1,3 Prozent. Anlegern von Sechs-Monatspapieren musste Spanien einen Zins von nur noch knapp 0,8 Prozent bieten, nach zuletzt 1,85 Prozent. Für die beiden Laufzeiten war es jeweils das geringste Zinsniveau seit knapp zwei Jahren. Zudem überstieg die Nachfrage der Investoren das Angebot um mehr als das Zehnfache. Zumindest für Spanien sieht die Lage seit dem Griechenland Rettungspaket deutlich besser aus. Ob Griechenland selbst dem Staatsbankrott entgehen wird, ist jedoch noch nicht abgemacht.
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